Samstag, 10 Mai 2014 22:53

Freie Wähler fordern neuen städtebaulichen Wettbewerb für "Rhein-City Porz"

In einer Informations- und Diskussionsveranstaltung diskutierten die Freien Wähler in Porz die Zukunft der dortigen Innenstadt nach dem Ankauf des Hertie-Kaufhauses durch die Stadt.

Zu Beginn erläuterte Ratsmitglied Andreas Henseler die Beschlusslage des Rates im Zusammenhang mit dem seit fünf Jahren leer stehenden Gebäude: "In der Ratssitzung am 8.4.2014 wurde der Kauf der Hertie-Immobilie beschlossen. Der Stadtentwicklungsausschuss dagegen hatte bereits am 11.7.2013 entschieden, ein städtebauliches Gutachterverfahren zur Erstellung eines Bebauungsplanentwurfs unter Beteiligung von 7 Büros bis zum 4. Quartal 2013 vorzubereiten. Dies ist selbstverständlich nicht erfolgt, weil im Beschluss keine Durchführungsmittel veranschlagt waren. Die sollten denkbare Investoren bezahlen. Daneben gibt es noch ein vom Rat beschlossenes Innenstadtkonzept für Porz, das inzwischen offensichtlich ohne jede Bedeutung ist."

Gregor Müser, Sprecher der Freien Wähler Porz, erklärte dazu: "Bis zum Ankaufsbeschluss des Rates wurde nur viel Papier bedruckt, um im Bundestagswahlkampf Punkte zu sammeln. Das kann man jetzt alles in die Tonne klopfen, während alte Hertie-Kaufhäuser in anderen Städten bereits wieder neu genutzt werden."

Nach ausführlicher Diskussion war man sich einig über einen Forderungskatalog an den nächsten Rat, um neue Impulse für die weitere Entwicklung zu setzen. Henseler sagte dazu: "Es genügt nicht, nur die Umgebung des alten Hertie-Kaufhauses über einen Bebauungsplan neu gestalten zu wollen. Wir brauchen eine neue Stadtplanung, die über diesen Bereich hinausgeht und eine Anbindung an das Rheinufer einschließt. Dabei muss auch über eine neue Nutzung des Rathauses nachgedacht werden. Es geht um ein Gesamtkonzept und nicht nur um Durchwegung und Höhenentwicklung".

Die Freien Wähler werden daher für folgende Schritte eintreten:

  1. Bezirksvertretung und Rat sollen das Gebiet um das alte Hertie-Kaufhaus, den Rheinuferbereich um das Rathaus und das Gelände dazwischen als Sanierungsgebiet abgrenzen und als solches festlegen.

  1. Die Prozess soll durch eine begleitende Bürgerbeteilung mitbestimmt werden.

  1. Für das festgelegte Sanierungsgebiet ist ein Werkstattverfahren mit mindestens drei Büros zur städtebaulichen Gestaltung der "Rhein-City Porz" durchzuführen.

  1. Das Ergebnis des Werkstattverfahrens dient dann als Grundlage für Bebauungsplanverfahren und Investoren-Wettbewerbe.

Horst Jarre, Spitzenkandidat der Freien Wähler für die Bezirksvertretung Porz, nannte "ein geordnetes und transparentes Planungsverfahren eine unverzichtbare Voraussetzung für die Gestaltung einer Porzer Innenstadt, die sich als neues Geschäfts-, Wohn- und Verwaltungszentrum über ihre alte Bedeutung hinaus weiterentwickeln muss. Dabei soll z.B. geprüft werden, ob das Rathaus am Rhein seine Funktion behalten muss oder nicht besser genutzt werden kann. Das Bezirksamt könnte auch im Bereich der ehemaligen Hertie-Immobilie angesiedelt werden."

gez. Andreas Henseler

Letzte Änderung am Samstag, 10 Mai 2014 22:59
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