Dienstag, 02 Juli 2013 11:49

Freie Wähler Workshop fordert Moratorium für Archäologische Zone/Jüdisches Museum

Workshop der Freien Wähler zum Projekt "Archäologische Zone/Jüdisches Museum Workshop der Freien Wähler zum Projekt "Archäologische Zone/Jüdisches Museum

CDU, Freie Wähler und Deine Freunde bringen Ratsantrag auf den Weg


Ein Workshop der Freien Wähler Köln, an dem für die CDU-Fraktion deren kulturpolitischer Sprecher Dr. Ralph Elster und für die Wählergemeinschaft Deine Freunde Ratherr Thor Zimmermann teilnahmen, beschäftigte sich mit Genese und Perspektive des Projekts Archäologische Zone/Jüdisches Museum. Zu der Fragestellung "Wie weiter..." nahmen mehrere Experten, wie Prof. Dr. Heinz Günter Horn, ehemaliger Leiter der Bodendenkmalpflege NRW und Prof. Dr. Lothar Theodor Lemper, Ex-Vorsitzender des Kulturausschusses, Stellung.Nach einer Einleitung durch den Kulturjournalisten Wolfgang Hippe kamen mit Dr. Werner Peters (Initiative "Mut-zu-Verzicht") und Frank Deja (Mitinitiator der Initiative "Einen Stein ins Wasser werfen" um Martin Stankowski) Kritiker der derzeitigen Projektplanung von Wandel Hoefer Lorch und Partnern zu Wort.

 


Nach einer Darstellung des aktuellen Projektstandes durch den zuständigen Beauftragten der städtischen Gebäudewirtschaft, Christian Manderla, standen die alternativen Skizzen und Vorschläge des Architekten Prof. Dr. Peter Busmann, der das Dom-Rhein-Projekt mit Philharmonie und Museum Ludwig plante und realisierte, im Mittelpunkt der Veranstaltung.Mit diesen Skizzen will er eine Alternative zur bisherigen Planung ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen. Busmann hält die bisherige Planung für "eine verfahrene Kiste, die nach einer kreativen Phase verlangt."

In einer Zuschrift an die Teilnehmer nennt Georg Penker, Architekt und Gestalter des Rathausplatzes 1984/86, die Busmann-Vorschläge "eine exzellente Idee - einem Geniestreich gleich".

Ebenfalls in einer Zuschrift zum Workshop setzt sich Ex-OB Fritz Schramma für "Mut zur Vernunft! Mut zum Machbaren, d.h. Finanzierbaren" ein und plädiert für "Mut zu modalen Plänen (d.h. zeitliche und bauliche Trennbarkeit von AZ und evtl. Museum)".

In einer Schlussrunde bekräftigten Thor Zimmermann, Dr. Ralph Elster und Andreas Henseler nach einer ausführlichen Analyse der Finanzaspekte die unabweisbare Notwendigkeit, ein Moratorium für das Projekt im Rat herbei zu führen.

Elster erklärte: "Die CDU-Fraktion wird sich am Mittwoch mit dem Antrag beschäftigen, dem der Fraktionsvorstand im Grundsatz bereits zugestimmt hat, und ihn dann fristgerecht zur letzten Ratssitzung vor der Sommerpause einbringen."

Henseler hofft auf die Unterstützung der Linkspartei im Rat und sagt: "Letztlich wird alles von den Grünen abhängen. Sie entscheiden, ob die Stadt und der Landschaftsverband Rheinland weiterhin konzeptionslos Geld in ein Fass ohne Boden schütten oder ob in einer kreativen Pause nach einem Dialog mit der Stadtgesellschaft etwas Vernünftiges und Nachhaltiges mit Rücksicht auf den Rathausplatz gestaltet wird"

 

Den Antrag finden Sie hier

 

 

Workshop der Freien Wähler zum Projekt "Archäologische Zone/Jüdisches Museum Referentenrunde des Workshops; von links: Martin Klein (Vors. Freie Wähler), Andreas Henseler (Ratsmitglied Freie Wähler), Prof. Dr. Lothar Theodor Lemper (Ex-Vors. Kulturausschuss), Frank Deja (Initiative "Haus der Rheinischen Geschichte"), Prof. Peter Busmann (Architekt), Prof. Dr. Heinz Günter Horn (ehem. Leiter Bodendenkmalpflege NRW), Wolfgang Hippe (Kulturjournalist), Dr. Werner Peters (Initiative "Mut-zu-Verzicht"), Dr. Ralph Elster (Ratsmitglied, CDU-Kultursprecher)
 
Letzte Änderung am Freitag, 08 November 2013 11:28
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