Freitag, 20 September 2013 11:41

Anfrage zu Aktivitäten von Rat und Verwaltung zur Entwicklung der Hertie-Immobilie in Porz-City

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrter Herr Klipper,

die Hertie-Kaufhauskette ging 2008 in die Insolvenz und seit 2009 steht die Immobilie in Porz-City leer. Obwohl der Rat 2010 ein Entwicklungskonzept Porz-Mitte  beschlossen hat, setzt sich die Verödung des Zentrums fort - begleitet von zunehmenden Leerständen und der Eröffnung von Spielhallen.

Mit Bebauungsplanänderung versuchte die Verwaltung dem entgegen zu treten. Nachdem das Interesse von drei Investoren mit unterschiedlichen Konzepten zur Entwicklung der Hertie-Immobilie bekannt wurde, reagierte die Bezirksvertretung Porz mit einem Beschluss zur Änderung des Bebauungsplans. Der Stadtentwicklungsausschuss ergänzte diesen Beschluss um die Beauftragung eines "städtebaulichen Gutachterverfahrens unter Beteiligung von mindestens 7 Büros" zur Erstellung des Bebauungsplanänderungsentwurfs bis "spätestens zum 4. Quartal 2013". Die dafür notwendigen Kosten sollten nach einem Pressebericht vom 20.7.2013 "aus dem Topf der Investitionsmittel für Stadtteile und -bezirke bestritten" werden.

In der letzten StEA-Sitzung stellte die Verwaltung auf mündliche Anfrage der Freien Wähler klar, dass die Kosten für das Gutachterverfahren von den Investoren aufzubringen sind.

Zwischenzeitlich haben sich die Bürgermeister von Städten mit Hertie-Immobilien zusammengeschlossen, um die Veräußerung der Filialen zu beschleunigen. Der Vertrieb erfolgt über den Immobilienmakler CR-Investment-Management, der von ursprünglich 32 verbliebenen Immobilien inzwischen 10 verkauft hat. "In den vergangenen Monaten konnten etwa Erwerber für die Filialen in Bocholt, Cuxhaven, Gelsenkirchen-Buer, Görlitz, Husum, Kamen und Tuttlingen gefunden werden". (FAZ, 13.9.2013). Ein weiterer Fall ist unterschriftsreif und bis Ende des Jahres sollen vier weitere abgewickelt werden. Bis Ende des Jahres 2014 sollen die restlichen Standorte verkauft werden.

 

Vor diesem Hintergrund fragen die Freien Wähler die Verwaltung:

  1. Mit welchen Vertretern ist die Verwaltung im Zusammenschluss der Hertie-Filial-Städte präsent und welche Möglichkeiten hat sie für Köln im Zusammenwirken mit CR-Investment-Management erschlossen?
  2. Hat die Verwaltung die potentiellen Investoren in das Bebauungsplan-Aufstellungsverfahren einbezogen und ihnen mitgeteilt, dass sie die Kosten für das Gutachterverfahren zu tragen haben?
  3. Ist damit zu rechnen, dass die Porzer Hertie-Filiale erst im kommenden Jahr verkauft wird oder gehört sie möglicherweise zu den noch in diesem Jahr anhängenden Verkäufen?
Letzte Änderung am Freitag, 20 September 2013 11:49
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