Dienstag, 09 Juni 2009 18:51

06.09.2009 Angedachter Umzug des Ingenieur Wissenschaftlichen Zentrums der FH Köln

 

An den
Vorsitzenden des
Stadtentwicklungsausschusses
Herrn Karl-Jürgen Klipper


Herrn
Oberbürgermeister Fritz Schramma
Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters:


AN/0993/2009

 

Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates


Gremium

Stadtentwicklungsausschuss


Angedachter Umzug des Ingenieur Wissenschaftlichen Zentrums der FH Köln


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrter Herr Vorsitzender,


das Kölner Bürger Bündnis bittet Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses aufzunehmen:


Das Kölner Bürger Bündnis hält den von der Fachhochschule Köln, der Landesregierung und Teilen des Rates und der Verwaltung angedachten Wegzug des IWZ aus Deutz/Kalk für einen schwerwiegenden Fehler. Das IWZ ist elementarer Bestandteil der Entwicklung der gesamten rechten Rheinseite und somit von Köln als gesamtstädtisches Gebilde. Durch den Umzug werden die erheblichen Investitionen des Landes NRW u.a. im Rahmen des „Kalk- Programms“ und deren vorteilhafte Wirkung zum Ausgleich des Rückgangs der Kalker Industrie aufgehoben und somit entwertet. Auch Finanzmittel, die erst unlängst in Teile des Gebäudes geflossen sind, werden buchstäblich verpulvert.


Sämtliche bisher postulierten „Sachzwänge“ die es angeblich gibt, sind keine Zwänge und können mit entsprechenden Maßnahmen leicht umgangen werden.


Letztendlich warnt sogar der Baudezernent vor den explodierenden Kosten für das Projekt „Campus im erweiterten Grüngürtel“. Auch die ergänzende Aussage des Vorsitzenden des Stadtentwicklungsausschusses scheint von Bedeutung, der das vorgesehene Grundstück als „komplett voll“ bezeichnet.


Das Kölner Bürger Bündnis lehnt, ebenso wie große Teile der Bevölkerung, den Umzug ab und bittet um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Welches sind die Gründe, einen sanierungs- und investitionsfähigen Standort aufzugeben und dafür eine die Infrastruktur belastende Großbaumaßnahme bei knapper werdenden öffentlichen Mitteln für mehr als 7.000 direkt betroffene Dozenten, Studierende und Beschäftigte über viele Jahre zu beginnen?


2. Hat die Fachhochschule Köln in Abstimmung mit der Schulverwaltung, IHK und zuständigen Verbänden und Institutionen geprüft, welche bildungs- und forschungspolitischen Entwicklungspotentiale am Standort Deutz in Kooperation mit dort vorhandenen Berufskollegs (z.B. Werner von Siemens-, Hans Böckler- und Nikolaus Otto – Berufskolleg) oder mit Einrichtungen wie dem Rechtsrheinischen Technologiezentrum mobilisiert werden können und wie diese im Verglich zu einer verbesserten Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln an einem evtl. zukünftigen Standort Bayenthal zu bewerten sind?


3. Warum hat die Stadt, in Anbetracht der komplexen Bedeutung und Zukunftspotentiale der FH am jetzigen Standort, nicht die zur möglichen Erweiterung der FH geeigneten Flächen zur Errichtung von Erweiterungsbauten, wie u.a. auf dem Gelände der AWB, der angrenzenden Feuerwehr und der Berufskollegs angeboten?


4. Welche Vorkehrungen werden getroffen, so dass die Verlagerung der FH - strukturpolitisch - dem Rechtsrheinischen und der Gesamtstadt Köln nachweisbar mehr nutzt als ihr Verbleib und ihr Ausbau?


5. Warum hat der landeseigene Liegenschaftsbetrieb (BLB) eine Fläche von 66.000m² im Kölner Süden für 73 Mio. € bereits aufgekauft, obwohl bislang die Verlagerung der FH weder beschlossen noch eine Standortfrage schlüssig geklärt ist und welche Rolle spielt die Stadt beim Zwischenhandel einiger Grundstücke der ehemaligen Dom-Brauerei zwischen BLB und der Bauwens Gruppe?

 

 

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Martin Müser

Letzte Änderung am Samstag, 05 Mai 2012 17:48
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