Donnerstag, 10 April 2014 11:02

Antwort: Gesamtkosten des Projekts Archäologische Zone/Jüdisches Museum

Die Freien Wähler Köln bitten um Beantwortung der folgenden Fragen:

1. Wann und mit welcher Begründung wurde von der Vorgabe der Ausschreibung des Architektenwettbewerbs abgewichen, das Projekt Archäologische Zone/Jüdisches Museum als in zwei Bauabschnitten realisierbar zu planen und dem Büro Wandel Höfer & Lorch die architektonische Gesamtverantwortung für eine ganzheitliche Lösung übertragen?

Antwort der Verwaltung:
Das Projekt Archäologische Zone/Jüdisches Museum wird auch weiterhin in Abschnitten realisiert. Die Grabungen erfolgen unter städtischer Ägide und der aufgehende Baukörper wird durch das Architekturbüro Wandel Hoefer Lorch realisiert. Da alle Bestandteile eng miteinander verwoben sind, etwa bei der Frage, in welchem Bereich der Archäologie die notwendigen Stützen für den Baukörper eingebracht werden können oder der Parcours durch die Archäologische Zone stattfinden kann und wie man diesen an den Bauanbindet, findet eine enge Abstimmung zwischen Archäologen und Architekten statt. Die Dynamik der Anpassung der Planung an die Archäologie ist durch die Aufgabenstellung vorgegeben.

2. Wie erklärt sich die Verwaltung die im Zuge der Projektentwicklung erfolgte Reduzierung der Kosten des Museumsbaus von ursprünglich 15 Mio. auf 12 Mio. € bei gleichzeitiger mehr als Verdreifachung der Kosten für die Archäologische Zone von zunächst 13 Mio. € auf 40 Mio. € im Jahre 2011?

Antwort der Verwaltung:
Die Kosten für den aufgehenden Bau werden im Zuge des Planungsprozesses kontinuierlich den Bedürfnissen der Archäologie und an einen funktionierende Museumsbau angepasst.
Wie in der Einleitung der Anfrage ausgeführt, entstammt die Summe einer Podiumsdiskussion. Wie diese Summe hergeleitet wurde, kann die Verwaltung nicht beantworten.

3. Spielt die Aufteilung des Projekts in Archäologische Zone und Jüdisches Museum, wie sie im Schreiben des Zuwendungsgebers vom 12.1.2009 vorgegeben ist bzw. vom designierten Museumsdirektor bestätigt wurde, noch eine Rolle und nach welchen Kriterien erfolgt sie?

Antwort der Verwaltung:
Die Aufteilung des Projektes ist insofern von Bedeutung, da die Archäologische Zone als Projekt der Regionale 2010 anerkannt worden ist und gefördert wird. Aus pragmatischen Gründen hat man entschieden, die Förderung in zwei Teile zu splitten, damit die Stadt früher einen Mittelabruf erwirken kann. Deshalb gibt es zwei Förderbescheide. Zum einen für die Ausgrabungen Rathausplatz und zum anderen für die Gesamtmaßnahme Archäologische Zone Köln.

4. Auf welchen Betrag belief sich die vom Büro Wandel Höfer & Lorch Ende 2013 bei der Verwaltung eingereichte neue Gesamtkostenrechnung und durch welche Planänderungen wurden die von der Verwaltung mitgeteilten 6 Mio. € Einsparungen von diesem Betrag erzielt? Antwort der Verwaltung: Die Frage kann nicht abschließend beantwortet werden, weil die Gesamtkosten der Architekten die verausgabten Mittel für die Grabung beinhalten. Die genauen Grabungskosten sind noch nicht ermittelt.

5. Wie werden sich die jährlichen Gesamtfolgekosten für den LVR und die Stadt Köln, spezifiziert nach Bestandteilen (Betriebs-, Kapital-, Unterhaltungs-, Instandsetzungs-, Bewachungs- und Mietkosten) gestalten, wenn man die unter 4. zu benennenden Gesamtkosten unter der Prämisse zugrunde legt, dass die erfolgte Grabungskostenüberschreitung unabhängig von der festzustellenden Verantwortlichkeit bei der Stadt Köln als Zusatzaufwand zu Buche schlägt und realistische Abschreibungszeiten für verschleißintensive Projektteile (unterschiedliche Lebenszykluskosten für Gebäudetechnik) zugrunde gelegt werden? Antwort der Verwaltung:

Die genaue Aufteilung ist noch Gegenstand weiterer Verhandlungen zwischen dem LVR und der Stadt Köln. Dies ist bei der Erarbeitung des Kooperationsvertrages einvernehmlich beschlossen worden.


gez. Roters

Letzte Änderung am Donnerstag, 10 April 2014 11:11
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