Mittwoch, 20 März 2013 07:56

Neuordnung des Kölner Sports

Anfrage gemäß § 4 der Geschäftsordnung

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in der Verwaltung werden Überlegungen zur Neugestaltung des Kölner Sports, seiner Institutionen und Einrichtungen angestellt. Zahlreiche kolportierte Gerüchte vor dem Hintergrund der verschärften städtischen Finanzsituation führen zur Verunsicherung von Betroffenen und Öffentlichkeit. Der Eindruck der Nichtbeteiligung an städtischen Initiativen hat Irritationen und Frustrationen zur Folge, wie das jüngste Beispiel der Reaktion der Sportjugend auf eine Initiative des Oberbürgermeisters zeigt.  Durch Geheimniskrämerei statt öffentlichem Dialog werden Lösungen erschwert, die einen breiten Konsens in der Stadtgesellschaft erfordern.

Die Freien Wähler fragen daher die Verwaltung zur

Neuordnung des Kölner Sports:

1. Wie und nach welchen Kriterien will die Verwaltung die Neugestaltung des Kölner Sports in seinen Breiten- und Profi-Bereichen an neuen gesellschaftlichen Anforderungen und finanziellen Möglichkeiten ausrichten?

2. Welche Stellung im Breiten- und Vereinssport sollen zukünftig der Stadtsportbund, die Vereine und die Verwaltung bei der Bereitstellung von Infrastruktur und konkreter Sportförderung, insbesondere in Bezug auf die Hallen- und Sportstättennutzung und die Zusammenarbeit "Schule und Verein" erhalten?

3. Wie sehen Überlegungen aus, den Profi-Bereich und den in städtischen bzw. privaten Einrichtungen betriebenen Event-Sektor zu koordinieren und welche Rolle sollen dabei zukünftig Einrichtungen wie die Sportstätten GmbH, die Lanxess-Arena, KölnCongress, die KölnMesse und Profi-Vereine wie der 1.FC Köln und Haie spielen (z.B. um Ausweichmöglichkeiten für Veranstaltungen bei Play-Off-Spielen abzustimmen)?

4. Gibt es Pläne in der Verwaltung für eine Auflösung der Sportstätten GmbH und die Rückführung ihrer Aufgaben an das Sportamt und wie sehen diese im einzelnen aus - oder sollen bestimmte Zuständigkeiten an den 1.FC Köln übertragen werden?

5. Trifft es zu, dass der Geschäftsführer der Sportstätten GmbH, dessen Vertrag offensichtlich nicht verlängert wird, derzeit mit der Ausarbeitung der zukünftigen Vertragsverhältnisse zwischen Stadt und FC betraut ist, zum 1.FC Köln unter Mitnahme bestimmter Aufgaben im Event-Bereich wechseln soll - und ist sichergestellt, dass dabei mögliche Interessenkollisionen ausgeschlossen sind?

 

Letzte Änderung am Sonntag, 17 November 2013 08:02
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