Samstag, 19 Juli 2008 23:09

14.09.2010 - Rede Klaus Hoffmann

 

3.1.4   Antrag von Ratsmitglied Klaus Hoffmann (Freie Wähler Köln) betreffend „Geplanter Kreisverkehr Roonstraße/ Lindenstraße“

           AN/1539/2010

Klaus Hoffmann (Freie Wähler ‑ Kölner Bürger-Bündnis): Herr Oberbürgermeister! Meine Damen und Herren! Da bin ich wohl ein bisschen zwischen die Räder gekommen, also zwischen die Anträge einer bestimmten Fraktion. Damit muss man aber leben, auch wenn sich der Saal ein bisschen geleert hat.

Mein Thema ist der Kreisverkehr.

‑ Ja, Frau Moritz; da kreist doch einiges in der Gegend herum. ‑ Die Diskussion über das Für und Wider des Kreisverkehrs, der in einigen Bereichen auch mit dem Turbokreisel geregelt wird und geregelt werden soll, macht auch in Köln nicht halt ‑ und das zu Recht. Es wird angenommen, dass ein Kreisverkehr in der Regel den Verkehrsfluss positiv begünstigt.

Allerdings ist das nur ein Aspekt. Die Sicherheit gerade für Radfahrer ‑ und davon gibt es in Köln bekanntlich sehr viele ‑ ist in einem solchen Kreisel nicht gerade die optimale. Untersuchungen haben ergeben, dass die Unfallhäufigkeit hier durchaus steigen kann; die #Peierzgasse ist ein Beispiel dafür. Wenn wir signalgeregelte Kreuzungen in einen Kreisverkehr umbauen, wollen wir aber etwas verbessern ‑ und nach Möglichkeit auch finanzielle Einsparungen nachweisen können.

Ebenso sollten sich diese Veränderungen in einem Gesamtkonzept wiederfinden ‑ einem Verkehrskonzept, das hier den Bereich des Masterplans Innenstadt und die anschließenden Stadtteile berücksichtigt. Bevor wir also Geld in die Hand nehmen, um es in die Umgestaltung der Kreuzung Roonstraße/Lindenstraße zu investieren, sind die Vorschläge Speers mit zu berücksichtigen.

Hier stellen sich unter anderem folgende Fragen:

Wie könnte die zukünftige Verkehrsführung für den Individualverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr umgesetzt werden?

Welches sind die vernünftigsten Ausfallstraßen? Vielleicht werden auch Straßen neu umgewidmet.

Welches sind die Maßnahmen für unsere Innenstadt, die so gestaltet werden, dass Menschen hier gerne leben und sich wohlfühlen, aber auch ein Auto besitzen und benutzen können? Davon war heute ja schon öfters die Sprache.

Wie sieht der effektivste Weg für Rettungsfahrzeuge aus? Ist er in einem solchen Konzept auch wirklich angedacht?

Dieser geplante Kreis liegt zwischen der Aachener Straße und dem Barbarossaplatz. Was sind die derzeitigen Planungen in diesen Bereichen? Man hört ja, dass die Aachener Straße nur noch dem ÖPNV-Verkehr überlassen werden soll und die Richard-Wagner Straße ‑ das ist auch schon in der Diskussion ‑ eventuell ganz und gar nur noch dem Individualverkehr.

Wie sieht es mit dem Verkehr aus, wenn die Kyotostraße zurückgebaut wird, damit wir an dieser Stelle endlich von einer Bildungslandschaft sprechen können? Dort befindet sich nämlich noch eine vierspurige Straße.

In diesem Zusammenhang ist es unabdingbar, die Bürgerinnen und Bürger von der ersten Stunde an mit ins Boot zu nehmen und auch Alternativen aufzuzeigen.

Es kann nicht sein, dass man gerade mal schnell die Schaafenstraße zur Einbahnstraße umfunktioniert. Das war ein Schnellschuss.

So etwas schreckt nachvollziehbar auf, wenn kein gesamtes Konzept vorliegt. Das war an dieser Stelle auch der Fall. Ein Gesamtkonzept war bis dahin noch nicht zu erkennen.

Die Ampelanlage zunächst so zu lassen, den Kreuzungsbereich sicherer zu machen und nach der Erstellung eines Gesamtkonzepts die Kreuzungsgestaltung zusammen mit den Anwohnern anzugehen ‑ das ist der richtige Weg.

Ich bin gerne bereit, den Antrag für weitere Beratungen in den Verkehrsausschuss verweisen zu lassen. Ich wollte jetzt nur dazu Stellung nehmen. ‑ Danke schön.

 

Letzte Änderung am Samstag, 05 Mai 2012 17:48
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