Donnerstag, 18 Juni 2009 22:13

30.06.2009 Wiederherstellung des Rathausplatzes

 

An den
Vorsitzenden des
Rates


Herrn
Oberbürgermeister Fritz Schramma

 
Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters:
AN/1144/2009


Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates


Gremium           Datum der Sitzung

Rat                      30.06.2009

 

 

Wiederherstellung des Rathausplatzes


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,


das Kölner Bürger Bündnis bittet Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Rates der Stadt Köln aufzunehmen:


Gemäß Verlautbarung des Oberbürgermeisters hat der Förderverein des „Hauses und Museums der Jüdischen Kultur“ erneut seine Finanzierungszusagen nicht eingehalten.


Gleichzeitig stößt die gesamte Bebauung des Rathausplatzes, die in ihrer Massivität wie ein Betonklotz wirkt, auf große Vorbehalte der Bevölkerung und insbesondere der Anwohner.


Vor dem Hintergrund der dramatisch verschlechterten Finanzlage der Stadt, die durch Risiken infolge des Archiveinsturzes in Höhe von 1,3 Milliarden Euro und der Finanzkrise bis zum Jahr 2010 mit 575 Millionen Euro belastet wird, ist eine Übernahme des Finanzrisikos für den Museumsbau unverantwortlich.


Aus diesen Gründen beantragt das Kölner Bürger Bündnis, der Rat möge beschließen:


1. Die bisherigen Planungen für das „Haus und Museum der Jüdischen Kultur“ auf der Grundlage des Wettbewerbsergebnisses sind einzustellen.


2. Die Platzfläche des Rathausplatzes ist soweit wiederherzustellen, dass seine Topografie eine möglichst große Aufenthaltsqualität für die Bürger und Bürgerinnen gewährleistet.


3. Die Oberfläche des Rathausplatzes soll so gestaltet werden, dass den Besuchern durch technische Realisierungen, wie z. B. Sonnenlicht polarisierenden Glasböden, ein Einblick in die Archäologische Zone ermöglicht wird.

4. Bei der Oberflächengestaltung des Rathausplatzes sollen notwendige Schutzbauten möglichst klein gehalten und in die Topografie des Platzes eingepasst werden.

 

5. Ein den Gegebenheiten angepasstes Konzept eines „Hauses und Museums der Jüdischen Kultur“ soll gegebenenfalls im modernen Trakt des Rathauses (Band-Anbau) bzw. in Teilen auf dem Gelände des ehem. Kaufhaus Kutz, mit einem Zugang von der Judengasse, eingerichtet werden. Der Raumbedarf hierfür ist den finanziellen Möglichkeiten und dem vorhandenen Ausstellungsgut anzupassen.


gez.


Dr. Martin Müser

Letzte Änderung am Samstag, 05 Mai 2012 17:48
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