Mittwoch, 27 August 2008 15:55

28.08.2008 TOP 9.19 DFB-Fußballmuseum


Herrn
Oberbürgermeister Fritz Schramma


Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters:   22.08.2008
AN/1666/2008


Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates
Datum der Sitzung 28.08.2008


TOP 9.19: DFB-Fußballmuseum


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,


das Kölner Bürger Bündnis bittet Sie, folgenden Änderungs- / Ersetzungsantrag in die Tagesordnung der Ratssitzung aufzunehmen.


Der Rat möge beschließen:

Der Rat begrüßt die Absicht des DFB, ein Deutsches Fußballmuseum zu errichten und für dieses als Standort gegebenenfalls die Stadt Köln vorzusehen. Der Rat begrüßt die Bemühungen des Oberbürgermeisters und der Verwaltung, die Stadt Köln im Wettbewerb mit einem hervorragenden Standort zu positionieren. Zu diesem städtischen Standort trifft der Rat folgende Festlegungen:

 

1. Der Standort des DFB-Museums, wenn es denn in Köln errichtet wird, kann nur der Standort des Deutschen Sport- und Olympiamuseums im Rheinauhafen sein.

 

2. Das Museum ist durch einen Um- und Erweiterungsbau so umzugestalten, dass es dem vom DFB gewünschten Raumprogramm entspricht. Dies soll durch eine Gebäudeerweiterung an der südlichen Seite des heutigen Gebäudes und eine Aufstockung so erfolgen, dass ein eigenständiger Auftritt des Deutschen Sport- und Olympiamuseums erhalten bleibt.

 

3. Die Verwaltung soll diesbezügliche Verhandlungen mit dem Trägerverein bzw. der Trägerstiftung des Deutschen Sport- und Olympiamuseums aufnehmen.

 

4. Es soll geprüft werden, inwieweit die Stadt Köln wie das Land NRW einen Investitionskostenzuschuss
für die Erweiterung des Museumsgebäudes und die geplante Dauerausstellung im DFB-Museum leisten können – eine Beteiligung der Stadt an den Betriebskosten wird ausdrücklich ausgeschlossen. Der Betrieb erfolgt auf Risiko des DFB.

 

5. Der derzeit im Gespräch befindliche Standort am Breslauer Platz wird vom Rat der Stadt ausdrücklich nicht zur Verfügung gestellt.


Begründung:
Die Errichtung des DFB-Museums am Breslauer Platz macht selbst dann, wenn damit ein jährlicher Überschuss erwirtschaftet würde (wie jetzt von der „ift Freizeit- und Tourismusberatung“ errechnet), keinen Sinn. Die Stadt Köln würde damit dem Deutschen Sport- und Olympiamuseum im Rheinauhafen Konkurrenz machen und dieses massiv gefährden. Nur wenn beide Häuser am gleichen Standort geführt werden, entsteht im aufstrebenden Rheinauhafengelände gemeinsam mit dem Schokoladenmuseum ein einzigartiger Museumskomplex von publikumsorientierten Museen, der in Deutschland allenfalls auf der Museumsinsel in Berlin seinesgleichen findet. Diese Chance ist durch einen Standort am Breslauer Platz unwiederbringlich vertan. Wenn der DFB dies nicht nachvollzieht, ist es besser für Köln, wenn er sein Museum in einer anderen Stadt errichtet.

 

 

gez. Dr. Martin Müser

Letzte Änderung am Samstag, 05 Mai 2012 17:48
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