Mittwoch, 27 August 2008 15:43

28.08.2008 TOP 9.10 Archäologische Zone: hier Planungsauftrag


Herrn
Oberbürgermeister Fritz Schramma                                28.08.2008


Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters:

 

AN/1683/2008
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates
Datum der Sitzung 28.08.2008


TOP 9.10 Archäologische Zone: hier Planungsauftrag


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,


das Kölner Bürger Bündnis bittet Sie, folgenden Änderungsantrag in die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Rates der Stadt Köln aufzunehmen:


Beschluss:


1. Der Rat nimmt das Ergebnis des Realisierungswettbewerbs zur Kenntnis.


2. Der Rat wünscht nach den inzwischen bekannt gewordenen Stellungnahmen der Bürger, dass für die Planung der Archäologischen Zone auch eine Variante beauftragt wird, die den Rathausplatz erhält und seine Topografie so gestaltet, dass er Aufenthaltsqualität für die Bürger gewinnt und gleichzeitig einen Einblick in die Archäologische Zone ermöglicht. Dieser Einblick soll durch technische Realisierungen, wie z.B. mit Sonnenlicht polarisierenden Glasböden, erreicht werden. Aufwendige Schutzbauten sind bei dieser Variante überflüssig.


3. Bevor eine Entwurfsplanung für die Archäologische Zone beauftragt wird, werden die eingereichten Planungen dahingehend überprüft/konkretisiert

 

a. welche Baukosten für die Errichtung der Schutzbauwerke (entsprechend Phase 1) anfallen und

 

b. wie sich diese Schutzbauwerke in die verbleibende Platzfläche(n) integrieren lassen.

 

2. Die Ergebnisse aus 2. und 3. werden zum Gegenstand einer öffentlichen Anhörung, in

Anlehnung an die öffentliche Beteiligung von Bauvorhaben, gemacht.


Begründung:


Das derzeitige Verfahren bzgl. der Erschließung der Archäologischen Zone leidet darunter, dass die Kölner Bürger nicht hinreichend 'mitgenommen' werden. Es fand weder eine frühzeitige Offenlage der Bebauungspläne statt, noch hatten die Bürger eine Gelegenheit, bzgl. der Frage, wie der Rathausvorplatz zukünftig gestaltet werden soll, ihre Anliegen/ Bedenken/Meinungen einzubringen und zwar dergestalt, dass diese vor der Entscheidung, welches Projekt umgesetzt werden soll, in den Entscheidungsprozess einfließen. Auch das derzeit laufende Beteiligungsverfahren ist nicht geeignet dieses Manko zu heilen, da weder die Frage, ob überhaupt und falls ja, in welchem Umfang bzw. mit welchen Eckwerten, auf dem Platz Schutzbauten bzw. ein Museum gebaut werden soll, zur Disposition stehen. Zweitens ist den Bürgern nicht klar, dass von der Stadt Köln 'nur' die Schutzbauten realisiert werden, da die Wettbewerbsergebnisse bzgl. eines möglichen, z. Zt. jedoch eher unwahrscheinlichen Zustandes nach Phase 2 (Museum) präsentiert werden. Entsprechend kann den Bürgern auch nicht klar sein, bzgl. welcher Phase, bzw. bzgl. welcher Fragestellungen ihre Anliegen/Bedenken/Meinungen gefragt sind. Von einem geordneten Verfahren kann keine Rede sein. Ein ganz zentraler Entscheidungsaspekt bzgl. der Auswahl eines Entwurfes ist bisher vollkommen außer Acht gelassen worden, nämlich die Frage der Kosten alternativer Umsetzungsmöglichkeiten. Eine Entscheidung ohne Kenntnis und Abwägung der Kosten ist jedoch unverantwortlich.


Mit freundlichen Grüßen


Dr. Martin Müser

Letzte Änderung am Samstag, 05 Mai 2012 17:48
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