Mittwoch, 02 Juli 2008 21:30

24.06.2008 Heizkosten in städtischen Gebäuden

 

An den
Vorsitzenden des Rates


Herrn
Oberbürgermeister Fritz Schramma


Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 19.06.2008


AN/1369/2008


Anfrage gern. § 4 der Geschäftsordnung des Rates

Heizkosten in städtischen Gebäuden


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,


das Kölner Bürger Bündnis bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung aufzunehmen:


Regionale Energieversorger haben in diesem Jahr die Preise für Gas erheblich erhöht und angekündigt, dass weitere drastische Erhöhungen folgen werden.


Auch wenn niemand, wegen unsicherer Temperaturverläufe, einen genauen Wärmebedarf voraussagen kann, so ist es dennoch üblich aus dem Verbrauch der Vorjahre und den angepassten Preisen einen Schätzwert der Kosten für das laufende und für kommende Jahre zu berechnen. Vor diesem Hintergrund stellen sich folgende Fragen:


1. Wie hoch schätzt die Verwaltung die Zusatzbelastungen der angeführten Preisanpassungen für die Stadt Köln ein? Gibt es differenzierte Berechnungen für städtische Gebäude bzw. Gebäude, deren Nutzung durch die Stadt subventioniert wird?


2. Hat die Verwaltung die Auswirkungen der angeführten Preisanpassungen auf den Haushalt,der Stadt Köln in den lfd. Haushaltsplanungen berücksichtigt?

 

 

Mit freundlichen Grüßen


gez. Dr: Martin Müser

 

 


Mitteilung der Verwaltung

Heizkosten in städtischen Gebäuden
Anfrage des Kölner Bürger Bündnis - ANtI 36912008
Die o.a. Anfrage wird wie folgt beantwortet:

 

Frage 1
Wie hoch schätzt die Verwaltung die Zusatzbelastungen der angeführten Preisanpassungen für die
Stadt Köln ein? Gibt es differenzierte Berechnungen für städtische Gebäude bzw. Gebäude, deren
Nutzung durch die Stadt subventioniert wird?


Antwort
Im Rahmen ihrer Wirtschaftsplananmeldung hat die Gebäudewirtschaft im November 2007 auf Basis angenommener Steigerungsraten eine differenzierte Energiekostenprognose bis ins Jahr 2011 angestellt. Die Preissteigerung wurde damals mit 5% pro Jahr angesetzt.


Die in diesem Jahr bisher erfolgten viertel- bzw. halbjährigen Preisanpassungen in den städtischen Sonderverträgen lagen im Rahmen dieser Prognoseannahmen. Die aktuell zum 01.07.2008 angekündigten Preiserhöhungen der RheinEnergie auf Grund der immens gestiegenen Olpreise liegen jedoch weit von den damaligen Annahmen entfernt. Unter Berücksichtigung einer Erhöhung um etwa 20 % zum 1 .Juli und angenommener nochmaliger weiterer Erhöhung um 10% zum 1.Oktober 2008 hat die Gebäudewirtschaft insgesamt Mehrbelastungen ermittelt, die für das gesamte Jahr 2008 etwa 1,9 Mio. Euro (wobei ein halbes Jahr bereits vorbei ist) und für das gesamte Jahr 2009 etwa 3,4 Mio. Euro betragen.

 

Die Auswirkungen auf weitere Folgejahre können angesichts der derzeitigen Situation auf dem Energiemarkt nicht mehr seriös vorhergesagt werden.


Frage 2
Hat die Verwaltung die Auswirkungen der angeführten Preisanpassungen auf den Haushalt der
Stadt Köln in den lfd. Haushaltsplanungen berücksichtigt?


Antwort
Da die Preiserhöhungen zum 01.07.2008 erst kurzfristig bekannt wurden, sind diese Auswirkungen bisher noch nicht in den lfd. Haushalisplanungen berücksichtigt. Die Kämmerei wurde über das neue Prognoseergebnis unterrichtet.

 

Letzte Änderung am Samstag, 05 Mai 2012 17:48
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