Donnerstag, 16 Januar 2014 12:06

Stand und Perspektive der Provenienzforschung bei Kunst- und Kulturobjekten im Eigentum oder im Besitz der Stadt Köln

Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 10.01.2014

AN/0031/2014

Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates

Gremium

 

Ausschuss Kunst und Kultur

21.01.2014


Stand und Perspektive der Provenienzforschung bei Kunst- und Kulturobjekten im Eigentum oder im Besitz der Stadt Köln

Sehr geehrter Herr Roters,
sehr geehrte Frau Dr. Bürgermeister,

die Freien Wähler Köln bitten Sie, die folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Ausschusssitzung am 21.01.2014 für Kunst und Kultur zu setzen:

Die Affäre um den Kunstfund Gurlitt hat die Debatte um die NS-Raubkunst neu entfacht. Noch immer gelten zahlreiche Kunst- und Kulturobjekte als vermisst.

Im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung vom 17.12.2013 wurden Beschlüsse zur Restitution bedeutender Kunstwerke aus den Beständen des Museums Ludwig (Flechtheim/Glaser) gefasst. Nach ausführlicher Provenienzforschung wurde den rechtmäßigen Ansprüchen der Erben der ehemaligen Eigentümer genüge getan.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit die Stadt Köln weiterhin zu einer Aufklärung beitragen kann. Deshalb bitten wir um die Beantwortung der nachfolgenden Fragen:

  1. Welche vor 1945 entstandenen Kunstobjekte wurden nach 1933 von der Stadt angekauft, sind in deren Eigentum übergegangen oder wurden ihr leihweise überlassen?

  1. Wie viele dieser Objekte haben eine lückenlose Provenienz?

  1. Bei wie vielen Kunstobjekten im Besitz der Stadt kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie NS-Raubkunst sind und wie hoch ist ihr finanzieller Wert?

  1. Wie viele Mitarbeiter arbeiten insgesamt in der Provenienzforschung der Stadt Köln und wie hoch sind die finanziellen Aufwendungen für ihre Tätigkeit jährlich aufgeschlüsselt nach Eigen- und Drittmitteln?

  1. Wie und mit welchen Mitteln will die Verwaltung die Provenienzforschung zukünftig gestalten, um die möglichen Restitutionsverfahren zeitnah und vollständig einschließlich der Billigkeitsentschädigungen für die Geschädigten abwickeln zu können?

 

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Henseler

Letzte Änderung am Donnerstag, 16 Januar 2014 13:11
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