Donnerstag, 17 September 2015 18:45

Freie Wähler: Staatenhaus-Entscheidung für Operninterim keine Überraschung

Nach der Vertagung des Themas in der letzten Ratssitzung hat die Verwaltung für den Standort des Operninterims eine Vorlage erarbeitet, in der das Staatenhaus gegenüber den MMC-Studios nunmehr kostengünstiger ist. Diese soll der Hauptausschuss heute beschließen.

Der Vermieter des Staatenhauses bietet auf wundersame Weise einen günstigeren Mietpreis und die angeblich "beherrschbaren" Probleme mit der Baugenehmigung und dem Brandschutz haben sich verflüchtigt. Die Verwaltung empfiehlt weiterhin das Staatenhaus und hat keine Verlängerungsoption wie bei MMC, wenn die Bauverzögerung am Opernhaus länger als zwei Jahre dauert.

Andreas Henseler, MdR, erklärt dazu: "Köln hat die Fähigkeit, von zwei Möglichkeiten mit schlafwandlerischer Sicherheit immer die falsche auszuwählen. Hier entscheiden die Frösche, ob ein Sumpf trockengelegt wird oder nicht".

Die Entscheidung hatte sich bereits in der Sondersitzung des Betriebsausschusses Bühnen vor der Ratssitzung abgezeichnet. Die SPD war bereits auf dem Staatenhaus-Trip, hatte aber noch Fragen. Die Linke war bereits ohne Fragen voll Vertrauen "für das Votum der Fachleute vom Theater". Lediglich die Grünen waren noch nicht "sprechfähig". Nachdem Knubbelbauch-Börschel im Rat die Nebelbombe "Esch-Fonds" gezündet hatte, erhielt die Verwaltung Zeit und Gelegenheit, ihre Vorlage schön zu rechnen.

Wenn der Nebel sich verzogen hat, werden die Grünen ihrem Bündnispartner folgen und für eine erneute Fehlplanung im Kulturbereich selbstverständlich anschließend nicht verantwortlich sein. Henseler dazu: "Sie sollten wenigstens dann keine Krokodilstränen um verpulverte Millionen weinen, die woanders dringend gebraucht werden".

gez. Andreas Henseler

Letzte Änderung am Donnerstag, 17 September 2015 18:52
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