Sonntag, 23 Februar 2014 19:39

Freie Wähler kritisieren Verhalten der Sparkasse im Kreditskandal

Wenig Verständnis haben die Freien Wähler für die Vorgehensweise der Sparkasse KölnBonn gegenüber Betroffenen des Kreditskandals, in dem die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Angeblich haben betrügerische Kreditvermittler Kundenunterlagen für Hauskredite manipuliert. Dadurch sollen Kunden Kredite erhalten haben, die die Sparkasse ihnen bei Kenntnis ihrer tatsächlichen Einkünfte nicht gewährt hätte. Ob die Kreditnehmer Kenntnis von den Manipulationen hatten, ist offen. Trotzdem kündigte die Sparkasse die Kredite, obwohl Zinszahlung und Tilgung bisher offenbar von den Betroffenen regelmäßig geleistet wurden. Da die betroffenen Hauseigentümer die Rückzahlung der gesamten Kreditsumme nicht leisten können, droht ihnen die Zwangsversteigerung.

Andreas Henseler, Ratsmitglied der Freien Wähler, erklärt dazu: "Es kann nicht sein, dass ein öffentlich-rechtliches Kreditinstitut mit Kunden, die ihre Kreditverpflichtungen erfüllen, so umgeht. Statt dessen sollte die Sparkasse klären, wieso ihren eigenen Mitarbeitern die Manipulationen der Kreditvermittler nicht aufgefallen sind. Außerdem stellt sich für mich die Frage, nach welchen Kriterien Kreditvermittler überhaupt für die Sparkasse tätig werden können und wer sie beaufsichtigt."

Henseler, der auch Mitglied der Zweckverbandsversammlung der Sparkasse KölnBonn ist und deren Zinspolitik in der Vergangenheit bereits kritisiert hatte, wird dieses Thema auf der nächsten Sitzung des Zweckverbandes am 18. März 2014 zur Sprache bringen.


gez. Andreas Henseler

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