Mittwoch, 21 Oktober 2015 18:40

Freie Wähler verabschieden Jürgen Roters und begrüßen Henriette Reker

Den letzten Arbeitstag des scheidenden Oberbürgermeisters Jürgen Roters nehmen die Freien Wähler zum Anlass, ihm für seine geleistete Arbeit zu danken und ihm das Beste für die Zukunft zu wünschen.

Andreas Henseler, Ratsmitglied der Freien Wähler, erklärt: "Die Freien Wähler haben immer gerne mit Jürgen Roters als Oberbürgermeister zusammengearbeitet. Er hat Wesentliches für die Stadt geleistet. Ich persönlich erinnere mich an gemeinsame Aktivitäten auch noch vor seiner Zeit als Oberbürgermeister. So hat er z.B. in einer kritischen Phase den Vorsitz des Köln-Marathon-Vereins übernommen und einen entscheidenden Beitrag zum heutigen Erfolg dieser für Köln wichtigen Sportveranstaltung, die ich als Beigeordneter für Sport mit aus der Taufe heben durfte, geleistet. Auch wenn wir in anderen Fragen nicht immer übereinstimmten - so z.B. beim Projekt "Archäologische Zone/Jüdisches Museum" und der von ihm vorgeschlagenen "Neuen historischen Mitte" Kölns - hat er die Freien Wähler immer fair und respektvoll behandelt. Wir wünschen ihm alles Gute."

Unsere Gedanken sind bei Henriette Reker, die wir im Wahlkampf nach Kräften unterstützt haben. Wir hoffen, dass sie sich von dem feigen rechtsradikalen Anschlag, den sie nur mit viel Glück überstanden hat, schnell erholt. Als parteiunabhängige Oberbürgermeisterin hat sie die Chance, an der Spitze der Stadt Köln ganz andere Akzente zu setzen als ihr Vorgänger. Henseler erklärt: "Wir wünschen ihr die Kraft, die Folgen des Attentats zu überwinden und für die Stadt alles das umzusetzen, was sie sich vorgenommen und in gemeinsamen Veranstaltungen öffentlich vorgestellt hat. Henriette Reker hat mit ihrer sympathischen Art und ihrem Programm die Menschen in unserer Stadt überzeugt. Sie wird sicherlich auch noch diejenigen gewinnen, die durch Wahlenthaltung ihr Desinteresse an der Zukunft Kölns dokumentiert haben."

Überhaupt kein Verständnis haben die Freien Wähler für die Anwürfe des unterlegenen Kandidaten gegen den scheidenden Oberbürgermeister. "Das ist stillos und unfair", sagt Henseler.

Ebenso fehlt den Freien Wählern das Verständnis dafür, dass - obwohl Henriette Reker noch nicht aus dem künstlichen Koma erwacht ist, bereits wieder das Koalitionsgeschacher angehoben hat. Sie setzen sich dafür ein, im Rat auf feste Koalitionsabsprachen, die in der Gemeindeordnung gar nicht vorgesehen sind, zu verzichten. Ausgeklüngelte Koalitionsverträge sind die Ursache dafür, dass im Rat oft nicht sachorientiert, sondern parteipolitisch entschieden wurde. "Gemeinsam mit Henriette Reker besteht jetzt die Chance, diese leidige Praxis zu beenden und einen Neuanfang zu wagen", sagt Henseler.

gez. Andreas Henseler

Letzte Änderung am Mittwoch, 21 Oktober 2015 18:50
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