Mittwoch, 06 Juni 2018 10:07

Jugendschiff für Rodenkirchen: Freie Wähler enttäuscht über halbherzige Prüfung

„Man merkt wie unwillig die Verwaltung das Thema Jugendschiff angeht. Es wurden keinesfalls alle Schiffsangebote und Vorschläge aus der Wirtschaft geprüft. So wartete eine Kölner Firma für Hausboote und Yachten monatelang vergeblich auf einen Rückruf der Stadt. Neben einer Schenkung eines Boots, wurde seitens der Geschäftsführung sogar angeboten, den Behörden bei der Lösung juristischer, bzw. logistischer Probleme zu helfen. Inzwischen hat die Firma das Boot anderweitig verkauft. Das ist für mich ein Paradebeispiel für Behördenschimmel. So etwas schürt Politikverdrossenheit“.
 
Des weiteren kritisiert Torsten Ilg die in der Mitteilung aufgeführten, möglichen Hinderungsgründe zur Realisierung des Projekts:
 
„Die Bezirksvertretung von Rodenkirchen hat die Stadt damit beauftragt, die Umsetzung eines Jugendschiffs ernsthaft zu prüfen. Das beinhaltet natürlich auch die Erstellung von Planvorlagen, das Einholen von Genehmigungen und vieles mehr. Stattdessen teilt die Verwaltung lapidar mit, dass alle diese Vorgänge noch nicht umgesetzt wurden. Für so eine Erkenntnis braucht die Verwaltung über ein Jahr Bearbeitungszeit? Das ist untragbar. 
 
Ilg hatte der Stadt bereits vor Monaten die Kontaktadressen eines schwimmenden Jugendhauses auf der Spree in Berlin zukommen lassen. Auch diese Möglichkeit wurde nicht genutzt:
 
„Die Stadt hat es noch nicht einmal als notwendig erachtet, beispielsweise bei den zuständigen Jugendbehörden anderer Städte nachzufragen, wie dort vergleichbare Projekte realisiert wurden. In Berlin funktioniert ein Jugendschiff seit mehr als 15 Jahren, auch in Dresden und an der Ostsee gibt es ähnliche Projekte.
 
Weitere, auch finanzielle Aspekte die gegen das Projekt sprechen könnten sieht Ilg nicht.
 
„Am Geld kann das Projekt jedenfalls nicht scheitern. Wir geben Millionen zur Integration von Flüchtlingen aus. Gerade für die Integration junger Flüchtlinge oder Jugendlicher mit Migrationshintergrund, wäre so eine Einrichtung in Rodenkirchen ein echter Gewinn. Der Gipfel der Unverschämtheit ist für mich die Behauptung, in Rodenkirchen läge kein Bedarf für ein Jugendhaus vor. Jeder der mit Jugendlichen arbeitet weiss, dass diese nicht irgendwo außerhalb auf die „grüne Wiese“, nach Sürth oder anderswo hinfahren, um dortige Einrichtungen zu nutzen.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen