Dienstag, 21 Oktober 2008 01:07

20.10.2008 Straßenbahnquerung an der Südbrücke steigert Durchgangsverkehr in Bayenthal und Marien...

 

Straßenbahnquerung an der Südbrücke steigert Durchgangsverkehr in Bayenthal und Marienburg

Der Rat der Stadt Köln hat der  Tieferlegung der Fahrbahnen im Kreuzungsbereich der Nord-Süd-Stadtbahn mit der Rheinuferstraße nicht zugestimmt, für die sich die beiden Bezirksvertretungen Rodenkirchen und Innenstadt eindeutig ausgesprochen hatten, sondern hat mit den Stimmen von OB und SPD (bei Enthaltung der CDU und der FDP), beschlossen, die Rheinuferstraße in Höhe der Südbrücke auf 6 Spuren auszubauen Es ist nicht nachzuvollziehen, dass die CDU und FDP bei einer so wichtigen Entscheidung, die Interessen der Bürger im Kölner Süden nicht vertreten haben, sondern Ratsmitglieder ihre besseren Einsichten verleugneten, sich dem Fraktionszwang gebeugt haben  und ihr Gewissen der  Parteisolidarität geopfert haben.

Diese Entscheidung wird erhebliche Verkehrsbehinderungen zur Folge haben. Neben Staus auf der Rheinuferstraße ist mit einer wesentlichen Verschlechterung der Verkehrssituation in den Wohngebieten Bayenthal und Marienburg zu rechnen. Die in Zukunft in beiden Richtungen befahrbare Goltsteinstrasse wird neben der Pferdmengesstraße ein hohes Verkehrsaufkommen haben. Nach Rückbau der Bonner Straße auf zwei Spuren und nach der Ablehnung der Linksabbiegerspur von der Rheinuferstraße in die Tacitusstraße ist zu befürchten, dass sich der motorisierte Verkehr seine Wege durch die Wohngebiete suchen wird. Wie bei vielen anderen verkehrspolitischen Entscheidungen der Vergangenheit wurden auch diesmal die Auswirkungen nicht genügend berücksichtigt. Es fehlt eine koordinierte, langfristige Verkehrsplanung für den Kölner Süden. Leidtragende sind die Anwohner.

 Elke Stucken, Bezirksvertreterin des KBB in der Bezirksvertretung Rodenkirchen:
„Neben dem Fluglärm, der das Wohnen im Kölner Süden schon massiv beeinträchtigt, wird nun auch noch der Schleichverkehr die Stadtteile belasten. Eine Stadt, die den Anspruch erhebt auf dem Weg zu einer Weltstadt zu sein, muss eine vernünftige Verkehrsführung mit möglichst fließenden Verkehren haben, aber auch Stadtteile mit hoher Wohnqualität. Ich kann verstehen, dass der Bürger sich durch die etablierten Parteien nicht mehr vertreten fühlt“.



gez. Elke Stucken

Letzte Änderung am Samstag, 05 Mai 2012 17:48
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