Freitag, 06 Oktober 2017 21:05

Rolf Kremers stellt Antrag auf Wiederöffnung der Zülpicher Straße.

Damit macht sich der Vertreter der Freien Wähler in der Bezirksvertretung Lindenthal zum Anwalt zahlreicher Anwohner und Geschäftsleute an der Zülpicher Sraße. Diese hatten auf einer Bürgerversammlung der Freien Wähler die Aufhebung der Sperrung gefordert. Mit nachstehendem Text will er für eine Mehrheit werben:

 

Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

folgenden Antrag bitte ich auf die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal zu setzen:

Aufhebung der Sperrung der Zülpicher Straße

Die bereits mehr als einjährige Testphase hat gezeigt, das die Sperrung verkehrs-und umwelttechnisch nachteilig ist. Die Auswirkungen durch längere Wegstrecken, höhere Fahrzeiten und Co2-Werte sind Grund genug, den Test als gescheitert zu erklären.

Begründung

Trotz wachsender Bevölkerungszählen, steigender Kfz.-Zulassungen und täglich ca. 300 000 Pendlern in Köln werden im Kölner Westen wichtige Ein-und Ausfallstraßen zurückgebaut, verkehrsberuhigt und gesperrt.

Der dringend erforderliche Ausbau des ÖPNV wird vernachlässigt, der Bau von zusätzlichen P&R-Anlagen kommt nur schleppend voran.

Im Kölner Westen bestehen bereits zu den Hauptverkehrszeiten auf allen Einfall-und Ausfallstraßen erhebliche Stauprobleme. Hinzu kommt zusätzlicher Stau auf der Luxemburger Str. durch die Anbringung neuer Ampelanlagen und in Kürze durch die Untertunnelung der KVB-Linie 18 am Verkehrsknoten Luxemburger Str./Militärring mit mehrjähriger Bauzeit. Weiterhin steht die Verkehrsberuhigung der Berrenrather Str. an, u.a. mit Verengung der Fahrbahnen zugunsten des Rad-und Fußgängerverkehrs. Die Berrenrather Str. ist bereits jetzt mit Staus in der Hauptverkehrszeit belastet. Vor diesem Hintergrund wurde im April 2016 ein Teilstück der Zülpicher Str. für den Autoverkehr gesperrt. Dies ohne vorherige Verkehrsuntersuchungen und Vorliegen eines Masterplans Verkehr im Kölner Westen durchgeführt zu haben, was für eine sorgfältige und fachgerechte Verkehrsplanung eigentlich vorausgesetzt werden sollte, ist bereits ein schwerwiegender Mangel. 5500 Autos müssen sich nunmehr einen neuen Fahrweg suchen, was zu weiteren Verstopfungen und Staus in Nebenstraßen und Verkehrsknotenpunkten führt.

Viele Geschäftsleute berichten bereits von einem Umsatzrückgang und der damit verbundenen Befürchtung eines weiteren Absinkens der Attraktivität der Zülpicher Straße als Einkaufsstraße.

Weitere Auswirkungen wurden auch im Verwaltungsbericht „Verkehrsversuch Sperrung Zülpicher Straße“ vom 15.3.017 dokumentiert. Es wurden erwartungsgemäß eine steigende Verkehrsbelastung im nördlichen und südlichen Abschnitt der Universitätsstraße gemessen. Weiterhin steigerte sich das Verkehrsaufkommen auf der bereits überlasteten Luxemburger Straße, auf der Bachemer Straße, auf der Lindenstraße., auf der Roonstraße., auf dem Zülpicher Wall sowie auf der Dasselstraße und Brüsseler Straße. Der Verwaltungsbericht vermeldet weiter, dass der zusätzliche Verkehr auf den Nachbarstraßen auch zu Rückstaus an vielen Kreuzungen führt. Auf der Lindenstraße und der Roonstraße bilden sich vermehrt Staus und mehr Autofahrer biegen nun illegal vom Zülpicher Wall auf die Bachemer Straße ab usw. Tragbare Lösungen für die nun aufgetretenen Probleme zeigt der Bericht nicht auf.. Die Verwaltung teilt lediglich mit, dass sie beabsichtigt einen Schlussbericht mit allen Ergebnissen - nach einer Bürgerinformations-Veranstaltung - den zuständigen Gremien vorzulegen.

Die Bürgerinformationsveranstaltung hat stattgefunden und wurde von vielen Teilnehmern kritisiert, da dort keine Diskussion erwünscht war und nur auf Zetteln Wünsche und Anregungen eingebracht werden konnten. Der angekündigte städtische Bericht ist bis heute nicht erschienen.

Diese beispielhaft wiedergegebenen Fakten verdeutlichen, dass hier eine Verkehrspolitik betrieben wird, die Verkehrsbelastungen einfach nur verlagert, ohne das eine vernünftige Planung vorliegt. Schon mit Veröffentlichung dieses Zwischenberichtes hätte der Versuch gestoppt werden müssen.

Gleichzeitig erhöhten sich durch diese ohne Vorplanung durchgeführte Sperrung zwangsläufig die Emissionswerte (Lärm und Co2 Werte), die nicht ermittelt wurden. Das Fehlen dieser Untersuchung ist für sich bereits ein weiterer wichtiger Grund, die Sperrung unverzüglich aufzuheben.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Rolf Kremers

Letzte Änderung am Samstag, 07 Oktober 2017 21:14

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