Sonntag, 19 Februar 2017 21:59

Erwerb der Weißhaus-Immobilie einschließlich Parkanlage durch die Öffentliche Hand

Der Bezirksvertreter der Freien Wähler Rolf Kremers hat nachfolgenden Antrag zur Sitzung der Bezirksvertretung Köln-Lindenthal am 6.2.2017 eingebracht:

Erwerb der Weißhaus-Immobilie einschließlich Parkanlage durch die Öffentliche Hand

Die Beantwortung meiner Anfragen zum obigen Thema durch die Verwaltung waren bislang völlig unzureichend. Nunmehr greift der Kölner Stadtanzeiger mit einem Pressebericht vom 11.1.017 die Angelegenheit ebenfalls auf, und zwar unter der Überschrift „Wer kauft das Schlösschen in Köln-Sülz?“.

Es ist festzustellen, dass Schloss Weißhaus nach dem Tode seines Eigentümers zum Verkauf ansteht .Nach o.g. Pressemeldung und Mitteilung der Verwaltung ist der Verkauf noch immer nicht erfolgt.

Das Schloss, jetzt mit einer klassizistischen Fassade ausgestattet, ist eines von drei noch erhaltenen Barockschlössern in Köln.Das Ensemble befindet sich an einem seit dem Mittelalter bebauten Platz und ist gleichzeitig ein einzigartiger Standort, an dem auch rheinische Unternehmenskultur präsent ist. Es war Sitz der Familie Wolf, die in Frechen ein großes Steinzeug-Unternehmen betrieb. In der Gründerzeit und danach errichtete das Unternehmen für seine Beschäftigten zahlreiche Werkswohnungen in Frechen und Köln. Nicht nur dadurch sind Schloss, Kapelle und Park ein kulturelles Erbe der rheinischen Regionalgeschichte, das von der öffentlichen Hand erworben und für die Bürgerinnen und Bürger erschlossen werden muss.

Das Anwesen bietet die einmalige Chance, den Park als Erholungsfläche für die Bevölkerung zu nutzen und Schloss und Kapelle für die Besucher zu öffnen.Es sind neben Vorschlägen für kulturelle Nutzungen inzwischen auch Überlegungen der Universität bekannt geworden, das Objekt auch zur Unterbringung der theaterwissenschaftlichen Sammlung (derzeit Schloss Wahn) zu nutzen. Mitglieder verschiedener Fraktionen der Bezirksvertretung Lindenthal hatten eine Nutzung als Standesamt vorgeschlagen und möchten den repräsentativen Saal im Schloss  auch als bezirklichen Veranstaltungsort nutzen.Denkbar wären auch Mitnutzungen der Anlage durch Stiftungen und Private für Zwecke, die dem Charakter der Anlage entsprechen. So sind auch ein Cafe und weitere Einnahmen generierende Aktivitäten möglich.

Die Immobilie sollte im Jahre 2015 ca. 8,5 Mio.Euro kosten, wird aber nach angeblichem städtischen Wertgutachten mit ca. 5 Mio Euro geschätzt.

Angesichts dieser Umstände möge die Bezirksvertretung folgendes beschließen: 1 .Der Rat wird aufgefordert, die Verwaltung zu beauftragen, umgehend Verhandlungen mit dem die Immobilie anbietenden Unternehmen aufzunehmen und zu prüfen, ob ein Ankauf durch die öffentliche Hand (entweder durch die Stadt allein oder gemeinsam mit dem Land für die Universität oder dem Landschaftsverband) möglich ist.

2. Die Verwaltung soll ein Nutzungs- und Unterhaltungskonzept  - evt. gemeinsam mit den LVR und anderen potentiellen Nutzern – entwickeln, dabei die touristische Attraktivität (einziges Wasserschloss in Köln) einbeziehen und das Konzept dem Rat vorlegen.

3. Die Finanzierung des Kaufs soll aus Einsparungen im laufenden Haushalt erwirtschaftet werden. Zum Beispiel durch Einsparungen bei den Standards für die neu zu planende Sanierung des Opern-und Schauspielhauses.

 

Mit freundlichen Grüßen
gez. Rolf Kremers

Letzte Änderung am Sonntag, 19 Februar 2017 22:05
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