Politik lehnt Maßnahmen gegen lange Staus auf Militärring ab

Mit Befremden hat Bezirksvertreter Torsten Ilg die Ablehnung seines Antrags kommentiert, der eine Verlängerung der Rechtsabbiegespur am Militärring/Ecke Brühler Straße zum Inhalt hatte:
 
„Das beweist mir wie ideologisch Linke, Grüne und SPD in Verkehrsfragen mitunter argumentieren. Für diese Parteien sind Autofahrer grundsätzlich böse und müssen bestraft werden. Möglichst indem man sie durch künstlich erzeugte, umweltschädliche Staus dazu zwingt, irgendwann entnervt auf einen völlig unattraktiven ÖPNV umzusteigen.“
 
Torsten Ilg steht fast täglich dort im Stau. Er wohnt in Zollstock und hat beobachtet, dass an dieser Kreuzung viele Autofahrer lieber illegal über die Wiese fahren, statt  hinter langen LKW´s darauf zu warten, irgendwann nach rechts auf die Brühler Straße abfahren zu können:
 
„Mir ging darum, den Verkehrsfluss wieder herzustellen, indem wir die Abbiegespur um wenige Meter verlängert hätten. Während der Rotphasen stellt kaum jemand den Motor aus. Das schadet der Umwelt. Ich weiss sehr wohl wie man sich nach einem langen Arbeitstag im Stau, über solche unnötigen Wartezeiten ärgern kann, da ich selbst Berufspendler bin und diese Strecke seit mehr als 20 Jahren fahren muss. In Raderthal arbeiten viele Bundesbedienstete wie ich, die dienstlich oft zu den Bonner Ministerien und zurück pendeln müssen. Mit Bus und Bahn braucht man bis zur Bonner Hardthöhe fast zwei Stunden. Mit dem Auto weniger als 45 Minuten. Da macht es einfach keinen Sinn auf die Bahn umzusteigen. Daran ändert auch die geplante Stadtbahn nichts.“
 
Rückendeckung bekam Ilg von der CDU. Man einigte sich auf einen gemeinsamen Antrag, der neben der Einbeziehung von Straßen NRW, auch die von Linken, Grünen und SPD geforderte Schutzbepflanzung des Fahrbahnrands beinhaltet hätte. Dennoch scheiterten beide Parteien mit ihrem gemeinsamen Antrag in der Bezirksvertretung von Rodenkirchen.

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